Rollup Tutorial

Ein Roll-up-Display wird in der Regel dann eingesetzt, wenn über eine gewisse Entfernung hinweg kommuniziert werden soll. Dies ist vor allem auf Messen, Tagungen und anderen Events der Fall. Die Botschaft muss prägnant vermittelt werden, so dass sie in Sekundenschnelle für den Betrachter erfassbar ist und so viel Interesse weckt, dass man mehr über das Unternehmen oder ein Angebot erfahren möchte. In unserem Tutorial zeigen wir, was beim Roll-up-Design zu beachten ist.

Inhaltsverzeichnis:

Unser Beispiel für Roll-up-Design

In unserem Beispiel werden wir ein Roll-up gestalten, mit dem wir die Vorteile eines Portals für Bildbearbeitung, Fotografie, Grafik-Design und Webentwicklung übersichtlich und gestalterisch ansprechend präsentieren. Neben verschiedenen Textelementen soll vor allem ein beeindruckendes Bildmotiv das Interesse auf sich ziehen. Als visueller Eyecatcher wurde ein Premiummotiv gewählt, das der Designer Jurek Gralak für eines der Trainings angefertigt hat. Das Roll-up soll die Botschaft transportieren, dass jeder Schüler am Schluss selbst in der Lage sein wird, ein solch beeindruckendes Composing zu erstellen.

Video-Tutorial: „Rollup perfekt gestalten“

Die zwei Teile eines Roll-ups

Vom Prinzip her besteht ein Roll-up-System aus zwei Bestandteilen: dem bedruckten Stoff und der Halterung. Wer bisher noch kein Roll-up in Verwendung hatte, benötigt beides. Wer jedoch einfach ein neues Motiv haben möchte, kann auch nur ein neu gestaltetes Banner drucken lassen. In diesem Tutorial geht es ausschließlich um die Gestaltung des Banners für das Roll-up und nicht um den Aufbau oder die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme.

Unser Beispiel-Banner besteht aus langlebigem antistatischem und schwer entflammbarem Polyester-Gewebe (B1-zertifiziert) mit einer Grammatur von 260 g/m². Bedruckt wird nur die Vorderseite und zwar vierfarbig.

Die wichtigsten Parameter

Bevor wir mit der Gestaltung der Druckvorlage beginnen können, benötigen wir die genauen Maße. Diese Informationen finden wir im Datenblatt des jeweiligen Druckdienstleisters.

Dokumenteinstellungen für unser Beispiel:

  • Endformat: 85,0 x 240,0 cm
  • Datenformat: 87,0 x 240,0 cm (links, rechts und oben kommen jeweils 10 mm für den Beschnitt hinzu.)
  • Sichtbarer Bereich: 85,0 x 215,0 cm.
  • Bedruckbarer Bereich: 85 x 240 cm
  • Sicherheitsabstand 4 mm: Abstand der Texte/Informationen zum Rand des Endformats. Dies verhindert unerwünschten Anschnitt.

Als Besonderheit sind beim Roll-up am unteren Rand des Banners weitere 250 mm einzuplanen. Diese zusätzliche Fläche wird benötigt, um das Banner in der Kassette zu verankern. Dieser Teil muss weder gestaltet noch bedruckt werden, weil er später nicht sichtbar sein wird. Denn er verschwindet in der Kassette.

Auf Basis dieser Daten legen wir in InDesign eine neue Datei an: Datei > Neues Dokument anlegen. Wir deaktivieren die Doppelseite und geben bei Breite, Höhe, Ränder und Anschnitt die jeweiligen Parameter ein. Da wir ringsherum eine weiße Bordüre als visuelle Abgrenzung haben möchten, stellen wir hierfür einen Rand mit 30 mm Breite ein.

Rollup Format Einstellungen
Roll-up-Design: Formateinstellungen

Hinweis: Bei diedruckerei.de können Sie beim entsprechenden Produkt nicht nur das Datenblatt mit den wichtigen Angaben einsehen, sondern auch eine kostenlose Vorlage für die Gestaltung des Roll-ups herunterladen. In der Datei wurde der Beschnitt bereits berücksichtigt und der nach dem Druck sichtbare Bereich des Banners kenntlich gemacht.

Hilfslinien erleichtern die Gestaltung

Bevor wir mit der eigentlichen Gestaltung loslegen, setzen wir eine erste Hilfslinie, um den Bereich zu markieren, der in der Roll-up-Kassette verschwindet.

Position auf der Y-Achse: 2.150 mm.

Tipp:

Sofern vollflächig mit einer Farbe gearbeitet wird, sollte die Farbe bis nach unten gezogen werden. So lassen sich weiße Ränder nämlich ganz leicht vermeiden.

Weitere horizontale Hilfslinien setzen wir bei folgenden Positionen auf der Y-Achse:

  • 665 mm
  • 950 mm
  • 1.670 mm

Für die spätere Platzierung von Bildern (wie Icons und Logos) sowie Feldern mit Text benötigen wir außerdem zwei vertikale Hilfslinien auf den folgenden Positionen der X-Achse:

  • 90 mm
  • 154 mm

Ctrl + R (Mac-User verwenden Cmd): Falls das Lineal nicht sichtbar sein sollte, können Sie über Ansicht > Lineale ein-/ausblenden Lineale einblenden oder ausblenden.

Platzierung der Bilder

Damit wären die Vorbereitungen abgeschlossen und es kann mit der Platzierung der Bilder und der Texte begonnen werden.

Mit Ctrl + D können Elemente wie Bilder und Logo aus der Bibliothek ins Dokument geholt werden, die dann anschließend nur noch an der gewünschten Stelle platziert und ausgerichtet werden müssen.

Als erstes fügen wir ein Bild mit Bouncing Ball ein und platzieren es im oberen Bereich des Roll-ups. Anschließend holen wir das Logo aus der Bibliothek und setzen es in die obere linke Ecke. Mit Hilfe der Tastenkombination Shift + Pfeiltaste nach links bzw. Pfeiltaste nach rechts können einzelne Bildelemente symmetrisch ausgerichtet werden.

Das Rollup wird nun Schritt für Schritt und von oben nach unten gestaltet. Hier wird das Logo und ein Bild eingefügt.
Das Roll-up wird nun Schritt für Schritt und von oben nach unten gestaltet. Hier wird das Logo und ein Bild eingefügt

Text und Schrift: auf die Größe kommt es an

Da Roll-ups häufig im Vorbeigehen oder aus einigen Metern Entfernung wahrgenommen werden, ist es wichtig, dass die Werbebotschaft auch aus der Ferne schnell und gut erfassbar ist. Bei der Verwendung von Bildern und Schriftarten gibt es daher einiges zu beachten. Weil Roll-ups nicht „mit der Lupe“ angeschaut werden, reicht für die Bilder eine Auflösung von 120 dpi.

Update: Für die Roll-up-Displays in unserem Onlineshop empfehlen wir eine Mindestauflösung von 150 dpi.

Bei der Schrift kommt es nicht nur auf die Größe an, auch Linienführung und Schriftschnitt spielen bei der Gestaltung eine Rolle und beeinflussen die Lesbarkeit der Informationen. Für unser Beispiel verwenden wir die serifenlose Schriftart Eurostile und wechseln bei den Schriftschnitten zwischen Bold, Demi und der schlanken Variante Condensed. Es ist sinnvoll, nicht zu viel zu variieren. Entscheiden Sie sich für eine, maximal zwei Schriftarten und verwenden Sie maximal drei Schriftgrößen.

Hinweis: Auf der Suche nach einer passenden Schrift für Ihr Roll-up-Design? Dann lassen Sie sich von unserer Sammlung an kostenlosen Schriften und Fonts inspirieren.

Schriften in unserem Beispiel

Die Überschrift setzen wir in der Schriftgröße 136 pt in das erste Textfeld oben rechts und wählen dafür den Schriftschnitt Bold. Im Textfeld darunter setzen wir Informationen in der Schriftgröße 55 pt und wählen den Schriftschnitt Demi. Um ein optisch ansprechendes Bild zu erhalten, kann man die Textfelder entlang einer vertikalen Linie ausrichten. Wir nutzen hierfür die Kante des Logos.

Das Logo besteht aus einem Schmetterling und Text mit Informationen zum Firmennamen und zum Angebot von psd-Tutorials
Das Logo besteht aus einem Schmetterling und Text mit Informationen zum Namen des Unternehmens und zum Angebot

Anschließend ziehen wir ein drittes Feld mit Text auf und fügen dort weitere Informationen zum Portfolio des Anbieters ein. Dafür nutzen wir wiederum die Schriftart Eurostile, den Schriftschnitt Demi und die Schriftgröße 55 pt. Wir finden hier nun ein Bild, das Logo mit Internetadresse als Überschrift und die wichtigsten Keywords zum Angebot.

Roll-up-Design: Wichtiges nach oben

Auf gut besuchten Messen und Veranstaltungen kommt es schon einmal vor, dass die Stände und damit auch die Werbeflächen der Aussteller nicht gänzlich einsehbar sind. Selbst wenn die Besucher nur den oberen Bereich des Werbebanners betrachten können, sind sie mit unserem Roll-up-Design also schon über das Wichtigste informiert.

Beim Roll-up-Design sollten Sie also darauf achten, dass wichtige Erkennungsmerkmale Ihres Corporate Designs – wie Name, Logo und eventuell Farben – vor allem im oberen Bereich des Banners sichtbar sind.

Der obere Bereich des Rollups ist nun fast fertig gestaltet. Mit dem Polygonwerkzeug und Pathfinder setzen wir ein Gestaltungshighlight.
Der obere Bereich des Roll-ups ist nun fast fertig gestaltet

Ein starkes Duo: Polygonwerkzeug und Pathfinder

Polygonwerkzeug

Bisher sind wir mit recht konventionellen Gestaltungsmitteln ausgekommen. Nun möchten wir unserem Layout aber noch eine besondere Note verleihen und einen Effekt der Durchgängigkeit erzielen. Ausgangspunkt dafür ist ein Dreieck, das wir mit Hilfe des Polygonwerkzeugs erzeugen (Anzahl der Seiten: 3, Sternform 0 %, Farbe vergeben, drehen um 180 Grad). Dieses Dreieck platzieren wir direkt am unteren Ende des Bouncing-Ball-Bildes zwischen den beiden vertikalen Hilfslinien.

Mit Hilfe des Polygonwerkzeugs wird ein Dreieck eingefügt.
Dank Polygonwerkzeug und Pathfinder setzen wir ein Gestaltungshighlight; mit Hilfe von Ersterem wird ein Dreieck eingefügt

Pathfinder

Wir wollen nun die obere Form (Bild) und die untere (Dreieck) miteinander vereinen. Denn wir möchten erreichen, dass das Bild mit dem Bouncing Ball in das Dreieck eingebunden wird und darin quasi eine Fortsetzung findet. Dies funktioniert am einfachsten, wenn man beide Elemente zu einer Form verschmelzen lässt, und das erreichen wir mit dem Pathfinder. Mit diesem Tool können Formen nämlich addiert oder voneinander subtrahiert werden.

Vor dem Verschmelzen kopieren wir das Dreieck, da wir es später noch zweimal verwenden werden.

Öffnen des Pathfinders über Fenster > Objekt und Layout > Pathfinder auswählen. Um die beiden Formen nun verschmelzen zu lassen, müssen die Objekte markiert und über den Pathfinder „addiert“ werden. Der Bildrahmen wurde nun durch das dreieckige Element ergänzt.

Damit ist die Gestaltung des oberen Drittels des Roll-ups bereits abgeschlossen.

Mit dem Pathfinder lässt sich das Bild und das Dreieck zusammenfügen
Mit dem Pathfinder lassen sich das Bild und das Dreieck zusammenfügen

Farbverlauf mit InDesign erstellen

Nun fügen wir im mittleren Bereich des Roll-ups ein Farbfeld ein, um darin später detaillierte Informationen zum Angebot zu platzieren. Um die optische Durchgängigkeit zwischen den beiden Bereichen zu unterstützen, nutzen wir für den farbigen Hintergrund einen Farbverlauf.

Zwei Farben festlegen

Damit wir überhaupt einen Farbverlauf erzeugen können, benötigen wir zunächst einmal zwei Farben. Als erste Farbe nutzen wir die Unternehmensfarbe. Dafür definieren wir ein neues Farbfeld mit folgenden Werten C 95 M 78 Y 34 K 26 und fügen es unserer Farbauswahl hinzu. Wir ziehen nun ein Rechteck auf und füllen es mit der neu angelegten Farbe. Das zweite Farbfeld legen wir an, indem wir mit der Pipette in den unteren dunklen Bereich des oben stehenden Bildes klicken, um einen Farbton aufzunehmen. Über Farbfeld hinzufügen (im CMYK-Modus) steht uns diese Farbe nun zur Verfügung und wir können den gewünschten Farbverlauf erzeugen.

Verlaufsfeld anlegen

Neues Verlaufsfeld erstellen
Neues Verlaufsfeld erstellen

Dazu legen wir im nächsten Schritt ein neues Verlaufsfeld an. Unter Reglerfarbe wählen wir die gewünschten Farbfelder aus und können nun durch einen Klick auf die kleinen Vierecke rechts und links bei Verlaufsbalken die beiden Farben festlegen, aus denen der Verlauf erstellt werden soll. Mit der Raute bei Verlaufsbalken kann das Mischverhältnis festgelegt werden. Alternativ kann das Mischverhältnis auch manuell angelegt werden.

Ein Verlaufsfeld besteht aus zwei Farben.
Das Verlaufsfeld besteht aus zwei Farben

Für unser Beispiel setzen wir den Regler im Verlaufsbalken auf 80 %, klicken auf Hinzufügen und auf Fertig.

Am Verlaufsbalken kann die Gewichtung der Farben eingestellt werden.
Am Verlaufsbalken kann die Gewichtung der Farben eingestellt werden

Richtung des Verlaufs ändern

Wenn wir nun ein Rechteck mit diesem Verlaufsfeld füllen, werden wir feststellen, dass der Verlauf von links nach rechts verläuft. Wir möchten jedoch einen Verlauf von oben nach unten erzeugen. Da es – anders als in Photoshop – in InDesign hierfür keinen eigenen Regler gibt, müssen wir über die Toolbar und das Verlaufsfarbfeld-Werkzeug einen kleinen „Umweg“ wählen.

Ctrl + G: Verlaufsfeld-Werkzeug

Mit dem Verlaufsfeld Werkzeug wird die Richtung des Verlaufes eingestellt.
Mit dem Verlaufsfeld-Werkzeug wird die Richtung des Verlaufes eingestellt

Wir markieren das betreffende Farbfeld und klicken mit gedrückter Shift-Taste von unten nach oben. Die Richtung ist wichtig, da sie den Farbverlauf bestimmt. In unserem Beispiel soll die Farbe von unten nach oben dunkler werden, weil das untere Feld die dunkle Farbe aus dem Bild darüber „aufnehmen“ soll.

Der Pathfinder kommt ein zweites Mal zum Einsatz.
Der Pathfinder kommt ein zweites Mal zum Einsatz

Form subtrahieren

Im nächsten Schritt kommen wir auf ein Werkzeug zurück, das schon einmal zum Einsatz kam, nämlich den Pathfinder. Wir wollen nun den Pfeil, den wir mit Hilfe des Polygon-Werkzeuges erstellt haben, auch im unteren Abschnitt wieder aufgreifen. Dieses Mal soll die Dreiecks-Form jedoch vom Farbfeld abgezogen werden. Dies funktioniert ganz ähnlich wie die Addition. Dafür platzieren wir die Form zunächst im Farbfeld, wählen über die rechte Maustaste Anordnen > in den Vordergrund. Nun werden wir das Dreieck vom Hintergrund abziehen. Dafür markieren wir beide Elemente, öffnen den Pathfinder und wählen subtrahieren.

Mit dem Pathfinder wird nun das Dreieck vom Farbfeld subtrahiert.
Mit dem Pathfinder wird nun das Dreieck vom Farbfeld subtrahiert
Das Dreieck zieht sich durch die gesamte Gestaltung.
Das Dreieck zieht sich durch die gesamte Gestaltung

Mehr Text für das Roll-up-Design

Zwischen den beiden farblichen Feldern setzen wir nun weitere Informationen in Textform. Wir verwenden hierfür verschiedene Schriftgrößen und Schriftschnitte, um die Informationen übersichtlich und gut lesbar zu gestalten. Wir bleiben unserer Schriftart Eurostile treu, färben den Text nun jedoch in der Hausfarbe ein, um ihn gut vom weißen Hintergrund abzusetzen, und nutzen verschiedene Schriftschnitte. Die Ziffer setzen wir in der Schriftgröße 495 pt und im Schriftschnitt Bold. Für den nebenstehenden Text nutzen wir die Eurostile in der Schriftgröße 260 pt und den schlanken Schriftschnitt „Condensed“. Den dritten Text setzen wir in der Schriftgröße 90 und im Schriftschnitt „Medium“. Die Textfelder richten wir aneinander aus und passen den Zeilenabstand an.

Bei großen Schriftgrößen kann es zu einer Lücke vor dem ersten Buchstaben.
Bei großen Schriftgrößen kann es zu einer Lücke vor dem ersten Buchstaben kommen

Tipp zur Textgestaltung:

Bei der Nutzung von verschiedenen Schriftgrößen und Schriftschnitten kann es auch bei der gleichen Schrift dazu kommen, dass unschöne Lücken auftreten. Denn je größer die Schrift ist, desto mehr Breite hat man vor dem ersten Buchstaben. Um dies zu umgehen, gibt es einen kleinen Trick: Vor dem betreffenden Buchstaben wird ein Leerschritt gesetzt und markiert. Dieser Leerschritt wird nun unterschnitten, indem man bei der Laufweite einen negativen Wert – in unserem Fall minus 310 pt – eingibt. Die Buchstaben sitzen nun beinahe auf der gleichen Kante.

Der Leerraum vor dem ersten Buchstaben muss unterschnitten werden.
Der Leerraum vor dem ersten Buchstaben muss unterschnitten werden

Roll-up-Design des mittleren Bereichs

Nachdem wir die einzelnen Textfelder noch mit Hilfe der Abstandshilfe oder alternativ manuell mit farbigen Platzhaltern überall gleich ausgerichtet haben, können wir im nächsten Schritt die letzten Informationen auf das mittlere Farbfeld platzieren. Über den Shortcut Ctrl + D holen wir die Icons aus der Bibliothek und platzieren sie mit Hilfe der vorher angelegten Hilfslinien im farbigen Feld. Daneben folgt nun noch der Beschreibungstext in der Schriftart Eurostile im Schriftschnitt „Demi“ in der Schriftgröße 72 pt. Den Text färben wir weiß ein, damit er auf der dunklen Fläche gut lesbar ist.

Ctrl + B: Um Text innerhalb des Textfeldes auszurichten, können wir das Tool Textrahmenoptionen nutzen und im Feld Vertikale Ausrichtung die Option Zentrieren auswählen.

Mit einigen Icons lässt sich Text interessant gestalten.
Mit einigen Icons lässt sich Text interessant gestalten

Gestaltung des unteren Bereichs

Nun muss nur noch der untere Teil des Roll-ups gestaltet werden. Hier platzieren wir das oben bereits angekündigte Batman-Bild von Jurek Gralak. Mit Rechtsklick Anpassen > Rahmen proportional füllen können wir das Bild in den vorhandenen Raum einpassen.

Die Gestaltung wird nun durch die Weiterführung des Dreieck-Motivs abgerundet. Dafür setzen wir das Dreieck in das Bild und weisen dem Objekt die Unternehmensfarbe zu.

Den Abschluss bildet ein Zweizeiler mit einer Call-to-Action-Botschaft und natürlich darf auch die Internetseite nicht fehlen.

Das dritte Dreieck wird mit der Unternehmensfarbe eingefärbt.
Das dritte Dreieck wird mit der Unternehmensfarbe eingefärbt

Das Endergebnis kann sich sehen lassen.

Das Endergebnis ist ein toll gestaltetes Rollup, das schon aus großer Entfernung gut erkennbar ist.
Das Endergebnis ist ein tolles Roll-up-Design, das schon aus großer Entfernung gut erkennbar ist

Checkliste – darauf kommt es an:

  • Das Stück des Trägermaterials, das in der Roll-up-Kassette verschwindet, muss weder gestaltet noch bedruckt werden.
  • Das Roll-up sollte nicht überladen wirken. Prägnante Aussagen, große Schriften und aussagekräftige Bilder machen aus einem Roll-up einen Hingucker.
  • Für die Auflösung der Bilder genügen 120 dpi, da sie in der Regel nur aus der Ferne wahrgenommen werden. (Update: Wir empfehlen eine Bildauflösung von 150 dpi).

Roll-up-Design: letzte Schritte

Verknüpfungen checken

Vor dem Exportieren sollte man noch einen Blick auf die Bilder werfen und sich über das Verknüpfen-Bedienfeld versichern, dass die Bilder in der richtigen Auflösung eingefügt wurden, damit die Qualität des Drucks nachher auch optimal zur Geltung kommt. Dies können wir im Verknüpfungen-Bedienfeld überprüfen. Durch einen Klick auf das Bild werden die Verknüpfungsinformationen angezeigt.

Export des Roll-up-Designs

Ctrl + E: Exportieren. Beim Export wählen wir das Druckprofil ISO Coated. Wir können abschließend noch einmal Marken und Anschnitteinstellungen überprüfen, das Dokument dann exportieren und es anschließend an unsere Druckerei übermitteln. Mehr über Thema Exportieren der druckfähigen Daten erfahren Sie in unserem Tutorial.

Tipp für einen einheitlichen Messeauftritt

Ihr Messeauftritt ist besonders erfolgreich, wenn Sie im Gedächtnis der Besucher bleiben. Roll-up-Displays bieten eine gute Werbefläche vor Ort und sind ein ideales Mittel, um in einem Raum oder draußen auf einer Veranstaltung aufzufallen. Damit die Interessenten Sie nach dem Event nicht gleich wieder vergessen haben, geben Sie ihnen am besten einen Flyer oder eine Visitenkarte mit. Wenn die Werbemittel das gleiche oder zumindest ein ähnliches Design haben wie Ihr Roll-up, greift der Wiedererkennungseffekt.

Sie sollten sich also vor dem Erstellen Ihres Roll-up-Designs auch Gedanken darüber machen, ob die Gestaltung zu Ihren anderen Materialien passt.

Credits:

Dieses InDesign-Tutorial ist in Zusammenarbeit mit PSD-Tutorials.de entstanden.
Idee, Gestaltung und Umsetzung: Stefan Riedl, Grafik-Designer
Bildquellen: Jurek Gralak, Philipp Sniechota

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für diese hilfreichen Tipps. Das Erstellen eines Rollups kann sehr kompliziert sein, vor allem wenn man es professionell machen möchte. Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, mein eigenes gestalten zu können. Deswegen spiele ich mit dem Gedanken, einen Profi heranzuholen und mich mit ihm auseinander zu setzen.
    Dank des Internets wurde ich schnell fündig.

    Viele Grüße
    Jonas

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