Postkarten begegnen uns in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Ob klassisch in DIN A6 oder DIN lang, mit Reisemotiven oder ausgefallenen Illustrationen und Sprüchen. Die Kärtchen sind so vielfältig wie ihre Wege zu uns und wie die Menschen, von denen wir die Nachrichten erhalten. Eines haben die Ansichtskarten dabei immer gemeinsam: Sie lösen ein bestimmtes Gefühl in uns aus. Und das schon seit vielen Jahren.

Die Geschichte der Postkarte

Die Geschichte der Postkarte begann bereits im 18. Jahrhundert, als 1777 das erste Exemplar in Frankreich gedruckt wurde. Ihren Weg nach Deutschland fanden die Postkarten allerdings erst einige Jahrzehnte später, als sie 1869 zunächst als „Correspondenz-Karten“ eingeführt wurden. Zu ihrem heutigen Namen kam die „Postkarte“ übrigens im Jahr 1872. Drei Jahre, bevor der Weltpostverein die Weltpostkarte einführte, um nicht mehr nur innerhalb eines Landes, sondern ab diesem Zeitpunkt auch weltweit Nachrichten per Karte zu verschicken.

Mehr als 30 Jahre war die Vorderseite der Postkarte für den eigentlichen Text und die Rückseite für die Adresse vorgehsehen. Erst 1905 fand die Karte zu ihrer heutigen Anordnung der Elemente mit Text und Adresse auf der Rückseite. Auch die Verwendung von Postkarten hat sich im Laufe der Jahre verändert. Während die Postkarte anfangs die günstige Alternative zum Brief war, wurde sie – auch aufgrund der Druckentwicklung – nach und nach mit Illustrationen und Bildern versehen. Inzwischen blickt die Postkarte in Deutschland auf eine 148-jährige Geschichte zurück.

Ihre besten Zeiten erlebte die Postkarte zwischen 1885 und dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918. In diesem Zeitraum wurden jährlich Milliarden Postkarten verschickt. Heutige Zahlen bewegen sich laut der Deutschen Post im dreistelligen Millionenbereich. 2014, im 145. Jubiläumsjahr der Postkarte in Deutschland, wurden beispielsweise 210 Millionen Kärtchen versandt, davon alleine 57 Millionen in den Sommermonaten Juni bis August.

Urlaubsgrüße und Einladungen im Postkartenformat

Die Versandzahlen verdeutlichen zum einen, dass Postkarten nach wie vor sehr beliebt sind, und zum anderen, dass sie für die deutsche Bevölkerung noch immer trotz der steigenden Digitalisierung zum Urlaub dazugehören. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der L’TUR Tourismus AG, die 1.505 Verbraucher im Alter von 14 bis 60 Jahren befragte, wie sie ihre Urlaubsgrüße am liebsten übermitteln. Das Ergebnis war mit 78 Prozent eindeutig: Postkarten sind das beliebteste Medium im Ranking.

Aber nicht nur der klassische Urlaubsgruß kann mit den Karten versandt werden. Immerhin ergab eine repräsentative Studie von bitkom im letzten Jahr, dass 28 Prozent der Befragten den Urlaub lieber zuhause verbringen. Wer seine freien Tage dieses Jahr ebenfalls auf Balkonien plant, der kann auch Einladungen zum Geburtstag, zur Hochzeit oder zu einem anderen besonderen Anlass wunderbar im Postkartenformat verschicken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer schicken „Save the date“-Karte?

 

Für unser Postkarten-Design haben wir einen Hintergrund aus Fotolia verwendet, unsere neutrale Vorlage für die Postkartenrückseite sowie die kostenlose Pinselschrift „Selima“.

Hauptberuflich Postkarten schreiben. Geht nicht denken Sie? Geht doch! Die Stuttgarterin Sabine Rieker, die sich selbst „Die Postkartenschreiberin“ nennt, schreibt pro Jahr bis zu 1.800 Postkarten und verdient damit sogar hauptberuflich Geld. Ihre Werke teilt Sie bei Facebook und Instagram mit der Öffentlichkeit.

 

5 Einsatzmöglichkeiten für Postkarten im Marketing-Mix

Nicht nur im privaten Umfeld sind Postkarten ein gern gesehenes Medium. Auch für Marketingzwecke eignet sich das Printmedium hervorragend. Wir stellen Ihnen fünf Möglichkeiten vor:

1. Postkarten als Mailing

Es muss nicht immer der klassische Werbebrief sein. Besondere Aktionen zur Kundengewinnung, Kundenbindung oder Kundenrückgewinnung können auch mit Postkarten versandt werden. Während Werbebriefe in der Hauspost oft untergehen, stechen Postkarten – gerade in besonderen Formaten – aus der Masse heraus. Netter Effekt: Die Postkarten können gleichzeitig als Response-Element verwendet werden.

2. Freecards im Umfeld der Zielgruppe

Freecards, also kostenlose Postkarten, liegen in öffentlichen Räumen wie Kneipen, Restaurants oder Bars zum Mitnehmen aus. Aber auch in Hochschulen und Universitäten oder auf Messen sind kostenlose Ansichtskarten immer wieder zu finden. Das Besondere an den Kärtchen: Sie werden auf den ersten Blick nicht als Werbung wahrgenommen. Aufgrund ihrer kreativen Gestaltung finden die Postkarten meist einen Platz am Schreibtisch oder an der Pinnwand, sodass sie und damit auch die Marke dahinter jederzeit präsent sind.

3. Postkarten als Anzeigen-Element

Haben Sie schon mal eine Zeitschrift durchgeblättert und sind dabei auf eine Postkarte gestoßen – lose oder auf eine Anzeige geklebt? Dann sind Sie entweder mit „Add a card“-Postkarten in Berührung gekommen, also mit Postkarten, die während der Zeitschriftenherstellung auf die Anzeige geklebt und vom Leser abgelöst werden können. Oder auf „See and Write“-Postkarten, die im Gegensatz zu den „Add a card“-Exemplaren einzeln eingeklebt werden. Eine andere beliebte Variante sind Postkartenbeihefter, die vor die Anzeige geheftet werden.

4. Postkartenaufkleber

Auch ein beliebtes Medium im Marketing-Mix sind Postkartenaufkleber. Auf den ersten Blick kaum von seinem klassischen Gegenstück zu unterscheiden, kann die Vorderseite abgezogen und auf einen Gegenstand geklebt werden. Die Rückseite steht für Ihren persönlichen Gruß zur Verfügung. Wie wäre es beispielsweise mit modernen Aufklebern für Laptops?

5. Guerilla-Marketing mit Postkarten

Guerilla-Marketing ist eine sehr moderne Marketingform, die einen Überraschungseffekt als Ziel hat und eine hohe Aufmerksamkeit verfolgt. Verteilt oder versandt sollen Postkarten als Guerilla-Marketing-Maßnahme das abgebildete Thema primär ins Gespräch bringen, damit vom Empfänger aktiv nach weiteren Informationen gesucht wird.

Unser Tipp: Möchten Sie die Postkarte selbst nicht als Response-Element verwenden, planen Sie einen Link auf Ihre Webseite mit in die Gestaltung ein. Außerdem lassen sich Postkartenkampagnen wunderbar mit anderen Medien kombinieren: Wie wäre es beispielsweise mit einem passenden Poster?

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