Eine gute Vorbereitung ist alles – daher zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag, welches Equipment bei einem Fotoshooting außerhalb des Studios nicht fehlen darf und wie Sie sich auf den Termin unter freiem Himmel vorbereiten können. Mit unserer Equipment-Checkliste behalten Sie dabei den Überblick.

Die Vorbereitungsphase

Bevor es losgeht, sollte natürlich eine gründliche Planung des Outdoor-Fotoshootings stattfinden. Im Voraus haben Sie als Fotograf sicherlich vom Auftraggeber ein umfassendes Briefing erhalten oder haben sich selbst zu den geplanten Aufnahmen ausgiebig Gedanken gemacht. Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, sich einzelne mögliche Einstellungen vorab grob aufzuzeichnen. Welche Perspektiven sind gewünscht? Welche Kompositionsmöglichkeiten bieten sich in den Bildern an? Welche Objektive werden zur Umsetzung benötigt?

Jetzt geht es daran, an alles Wichtige zu denken, damit der Ablauf on location reibungslos über die Bühne geht.
Vielleicht findet sich bereits vor dem Fotoshooting ein wenig Zeit, um die Location auszukundschaften, Testaufnahmen zu machen und das Equipment auszutesten. Der große Vorteil hierbei liegt darin, dass einfacher beurteilt werden kann, welche Ausrüstung wirklich benötigt wird, wie die Lichtverhältnisse sind oder mit welchen Tücken und potentiellen Schwierigkeiten bei den Aufnahmen zu rechnen ist. Zudem kann so auch die Dauer der Anfahrt gut abgeschätzt werden. Eventuelle böse Überraschungen wie Umleitungen, Baustellen oder ein Verfahren auf dem Weg können, wenn es am Tag des Termins darauf ankommt, vermieden werden.
Für Aufnahmen on location müssen Sie sich als Fotograf außerdem vorher erkundigen, ob gewisse Zugangsrechte oder eine Aufnahmegenehmigung erforderlich sind. Bei Privatgrundstücken, Firmengeländen und anderen nicht öffentlich zugänglichen Orten ist immer eine schriftliche Erlaubnis vom Inhaber des Grundstücks einzuholen.

Sollten Models und Make-up-Artists on location gewünscht sein, gilt es natürlich auch diese frühzeitig zu buchen und zu briefen. Auch das Organisieren eines Caterings kann bei einem Fototermin, der sich über den gesamten Tag erstreckt, von Vorteil sein.

Nun ist es soweit – der Tag des Outdoor-Fotoshootings steht an und es wird Zeit das benötigte Equipment zusammenzutragen.

1. Kamera und Kameraeinstellungen

Sowohl drinnen als auch draußen kann natürlich kein Fotoshooting stattfinden ohne eine einsatzfähige Kamera. Diese sollte mit geladenen Akkus und einer Speicherkarte mit ausreichend Speicherkapazität – zum Beispiel 16 GB oder 32 GB – ausgestattet sein. Egal ob Hochzeitsfotografie oder Reportage, Model- oder Produktaufnahmen, es empfiehlt sich immer für volle Ersatzakkus und weitere Ersatzspeicherkarten zu sorgen. Ein Batteriegriff kann sich ebenfalls als nützlich erweisen. Er beinhaltet weitere Akkus und wird an der Unterseite des Kameragehäuses angebracht. Das zusätzliche Gewicht lässt die Kamera beim Fotografieren sicher und angenehm in der Hand liegen und Sie müssen sich keine Sorgen um einen leeren Akku machen.

Vorab sollten immer sämtliche Kameraeinstellungen überprüft werden: Liegen vorhandene Einstellungen vor, die für das geplante Vorhaben ungeeignet sind? Ist eine bestimmte Farbtemperatur oder ein Weißabgleich voreingestellt, der für draußen ungünstig sein könnte? Wie ist die Bildqualität?
Bei einmaligen Fotoaufnahmen, wie es on location der Fall ist, wäre es fatal, wenn die Qualität unbemerkt auf niedrig und ausschließlich JPEG eingestellt ist. Für qualitative Fotos und ein erleichtertes Nachbearbeiten ist das RAW-Format – ein unkomprimiertes Rohdatenformat – die beste Wahl.

Nicht nur die Einstellungen, sondern auch das Kameragehäuse an sich sollte von Ihnen als Fotograf vor jedem Fototermin – egal ob Outdoor oder Indoor – überprüft werden. Vor allem lohnt es sich Ausschau nach Staub auf dem Sensor zu halten. Dieser zeigt sich auf Fotoaufnahmen in Form von dunkleren Flecken. Sind diese Flecken nur im Bild zu sehen und nicht durch den Sucher der Kamera und bleiben sie auch weiter an derselben Stelle im Bild bestehen, obwohl das Objektiv getauscht wurde, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Staub auf dem Sensor.
Zum Entfernen des Staubs eignen sich ein spezieller antistatischer Pinsel oder ein kleiner Blasebalg aus dem Fotofachgeschäft. Beides sollte auch on location immer mit dabei sein, denn beim Wechseln von Objektiven kann es draußen leicht dazu kommen, dass durch Wind Staub- oder Schmutzpartikel auf dem Sensor landen.

Unser Tipp: Wenn Sie eine zweite Kamera besitzen, nehmen Sie diese mit zum Fotoshooting. So haben Sie immer eine Ersatzkamera dabei. Oftmals sind auch Einblicke hinter die Kulissen sehr spannend und können mit der zweiten Kamera schnell festgehalten werden, ohne die Einstellung oder Position der primären Kamera ändern zu müssen.

 

2. Objektive – stets den richtigen Durchblick behalten

Die Objektive sind neben der Kamera die Herzstücke des Fotografen. Ob Zoomobjektiv oder Festbrennweite, es lohnt sich immer mehrere Objektive mit an Board zu haben, um genügend Spielraum für verschiedene Einstellungen und Bildwinkel zu haben. Für Outdoor-Fotoshootings gilt lieber ein Objektiv zu viel einzupacken, als zu wenig. Achten Sie darauf, dass das gesamte Brennweitenspektrum von extremem Weitwinkel bis Telebereich abgedeckt ist – so sind Sie auf der sicheren Seite und haben auch für unerwartete Situationen das passende Objektiv dabei.
Vor dem Termin sollte natürlich auch hier überprüft werden, ob sich Staub, Dreck oder Fingerabdrücke auf den Front- und Rücklinsen der Objektive befinden. Die Verunreinigungen können mit dem oben genannten Blasebalg, einem Objektivpinsel oder einem für Kameraoptiken geeigneten Reinigungstuch sorgfältig und sehr vorsichtig entfernt werden. Für hartnäckigen Schmutz gibt es spezielle Reinigungsflüssigkeit, die aber nur mit Vorsicht eingesetzt werden sollte.

Für das jeweilige Objektiv gibt es auch verschiedene Aufsätze, wie die Gegenlichtblende die vor Streulicht der einfallenden Sonnenstrahlen schützt oder Filter für verschiedene Situationen. So eignet sich ein Polarisationsfilter (auch Polfilter), um Lichtreflexionen oder Spiegelungen abzuschwächen. Bei extremen Lichtsituationen oder sehr langen Belichtungszeiten, die auch mit der kleinsten Blende nicht mehr zu bewältigen sind, helfen Graufilter (auch Neutraldichtefilter) das einfallende Licht zu regeln.
Viele Fotografen benutzen außerdem einen UV-Sperrfilter (oder UV-Filter). Dieser schützt die Frontlinse des Objektivs vor Kratzern, Verschmutzungen oder anderen Beschädigungen.

Mit einem Graufilter mit geringer Durchlässigkeit lassen sich auch störende Menschen im Bild quasi „wegzaubern“. Positionieren Sie Ihre Kamera dazu auf einem Stativ. Durch den auf dem Objektiv aufgeschraubten Graufilter kann nun eine lange Belichtungszeit gewählt werden, bei der das Bild ohne Filter sonst viel zu hell wäre. Aufgrund der verlängerten Belichtungszeit werden Menschen, die sich bewegen, stark verwischt oder verschwinden sogar beinahe ganz. Probieren Sie es aus, Sie werden staunen!

 

3. Immer mit dabei – Equipment, das nicht fehlen darf

Fototasche vs. Fotokoffer

Jeder Fotograf hat seine eigene Vorliebe, wenn es um die Verstauung von Equipment geht. Während eine gut gepolsterte Fototasche für die einen leicht und unkompliziert erscheint, schwören andere auf einen Fotokoffer, der rundum vor Stößen und Beschädigungen schützt und übersichtlich aufgeteilt ist. Da solche Fotokoffer unter Umständen recht schwer werden können, bieten viele Hersteller auch richtige Foto-Trolleys an, durch die sich der Transport der Ausrüstung im Außenbereich bequemer gestalten lässt. Egal für was Sie sich letztendlich entscheiden, wichtig ist, dass Ihr Equipment stoßsicher und regenfest verstaut ist und Sie einen guten Überblick über alle eingepackten Zubehörteile haben.

Sicherer Stand mit Stativ

Wer eine bestimmte Einstellung auch langfristig beibehalten möchte oder seine Kamera – zum Beispiel für Langzeitbelichtungen, Belichtungsreihen oder beim Fotografieren mit einem sehr schweren Teleobjektiv – fest positionieren möchte, arbeitet mit einem Stativ. Am besten eignen sich dafür stabile Dreibeinstative. Auch wenn diese schwer und unhandlich erscheinen, so sind sie ein essentieller Bestandteil bei Fotoaufnahmen im Freien.
Wenn Sie Sorge haben, dass Ihr Stativ im Gelände oder bei Wind aus dem Gleichgewicht gerät und möglicherweise umkippt, empfehlen sich zusätzliche Stativgewichte, die am Stativ angebracht werden.

Es bietet sich an, eine zum Stativ zugehörige Schnellwechselplatte – das Verbindungsstück zwischen Kamera und Stativkopf – immer am unteren Teil der Kamera befestigt zu lassen. Durch die Schnellwechselplatte wird ein schnelles und einfaches Positionieren der Kamera auf dem Stativ möglich. Genauso leicht kann die Kamera auch wieder vom Stativ abgenommen werden, wodurch Sie als Fotograf bei Ihren Aufnahmen flexibler sind.

Aufsteckblitz

Der Aufsteckblitz ist ein kleiner aber feiner Helfer, wenn es um eine zusätzliche Aufhellung geht. Für Aufnahmesituationen ohne weitere externe Blitze kann der Aufsteckblitz, der auf der Kamera positioniert wird, dafür benutzt werden, um Objekte oder Personen im Gegenlicht aufzuhellen. Dabei sollte die Helligkeit des Blitzes jedoch reduziert werden, sodass das Motiv oder Model in seiner natürlichen Umgebung nicht unnatürlich beleuchtet oder „platt-geblitzt“ erscheint.
In Räumen mit neutral-hellen – bevorzugt weißen – Wänden oder Decken kann der Aufsteckblitz auch indirekt eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass er in seinem Winkel so verändert wird, dass er an die Decke oder die Wand blitzt. Durch diese wird das Licht dann reflektiert und zurück auf das Motiv oder auf das Model geworfen. Ein solches, indirektes Blitzlicht wirkt sanfter und natürlicher, als beim direkten Einsatz von vorne.
Auch für den Aufsteckblitz gilt es, immer geladene Akkus bzw. Batterien und volle Ersatzakkus/-batterien mit dabei zu haben.

Faltreflektor / Aufheller

Eine weitere Möglichkeit zur Aufhellung bestimmter Bereiche oder Menschen im Bild sind Reflektoren. Sie bestehen aus hellen Flächen, mit denen das Sonnenlicht oder auch das Licht des Aufsteckblitzes auf das Fotomotiv reflektiert wird. Das einfallende Licht wird dabei durch die Reflexion abgeschwächt und hellt je nach Entfernung des Reflektors das Objekt oder Model stärker oder schwächer auf. Als Reflektoren kommen meistens runde Faltreflektoren zum Einsatz, die in sich selbst gefaltet und dadurch platzsparend und handlich transportiert werden können. Sie besitzen meist eine weiße Fläche zum Aufhellen und eine schwarze Fläche zum Absorbieren des Lichts, zum Beispiel für dunkle Einspiegelungen, kontrollierte Schatten oder, um das Motiv abzudunkeln. Häufig können die Flächen von Faltreflektoren auch gewendet werden, sodass eine silberne und goldene Fläche genutzt werden kann. Die silberne Seite sorgt bei der Aufhellung für ein kühleres Licht, die goldene für ein wärmeres.
Auch einfache weiße Platten, zum Beispiel aus Styropor, sind beliebte und besonders günstige Aufheller.

4. Laptop, Tablet und externe Speichermedien

Um die entstandenen Aufnahmen vor Ort im Detail sichten zu können, empfiehlt es sich einen Laptop oder zumindest ein Tablet mitzunehmen. Draußen kann es jedoch durch das Umgebungslicht schon einmal schwierig werden, die Helligkeit sowie Farbigkeit der Bilder auf dem Bildschirm einwandfrei beurteilen zu können. Abhilfe schafft ein schwarzes Tuch, welches über den Laptop bzw. das Tablet und den eigenen Kopf gelegt wird, um eine möglichst dunkle Umgebung zur Sichtung der Fotos zu schaffen.

Wer mit seinen Aufnahmen auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich neben Speicherkarte und Laptop zusätzlich einer externen stoßsicheren Festplatte bedienen, um ein Back-up der Daten zu erstellen.

5. Portable Studioblitzanlage für eine kontrollierte Lichtsituation

Im Fotostudio hat der Fotograf stets die volle Kontrolle über das Licht. Bei Outdoor-Fotoshootings jedoch herrschen wechselnde Lichtverhältnisse: Die Sonne verändert ihren Stand und ihre Intensität oder eine tiefgraue Wolkendecke lässt die Aufnahmen düster, flächig und kontrastlos erscheinen.
So wird während vieler Fototerminen im Freien auch gerne getrickst und die Studioblitzanlage mit nach draußen genommen. Dafür gibt es spezielles Outdoor-Blitzequipment, welches in Fotofachgeschäften oder Fotoverleihen ausgeliehen werden kann. Ob gerichtetes sonnenähnliches Licht oder weiches Streulicht zur Aufhellung – die mobilen Blitzleuchten erlauben es mit verschiedenen Reflektoren, also den spezifisch geformten Aufsätzen, ganz unterschiedliche Lichtstimmungen zu erzeugen.
Wichtig beim Einsatz von mobilen Blitzanlagen ist das Einplanen von genügend Stauraum für Leuchten, Reflektoren, Lampenstative, Stativgewichte, Aggregate und Stromkabel beim Transport sowie der Stromversorgung. Speziell für draußen gibt es Lampen mit Akkus. Steht vor Ort ein Stromanschluss zur Verfügung, können auch Leuchten mit Aggregaten eingesetzt werden. Es empfiehlt sich für alle Fälle Verlängerungskabel und Kabeltrommeln einzupacken, um auch eine eventuelle größere Distanz zum Stromanschluss zu überbrücken.
Beim Fotografieren mit externen Blitzleuchten darf außerdem nicht vergessen werden, dass für das Auslösen des Blitzes bei der Aufnahme ein Synchronkabel bzw. eine Funkstrecke als Verbindung zwischen Kamera und Lampe benötigt wird.

6. Rund-um-Zubehör

Für Aufnahmen unter freiem Himmel gibt es unzählige Hilfsmittel. Mit der Zeit erweitert sich der Fundus an kleinen Helfern meist, die dazu beitragen, Fotoshootings in den unterschiedlichsten Situationen zu einem vollen Erfolg zu machen. Nachfolgend werden einige Utensilien kurz vorgestellt – die Liste solcher Hilfsmittel ist jedoch individuell von der jeweiligen Aufnahmesituation des Fototermins abhängig. Nicht jeder Fotograf wird jeden Gegenstand auf der Liste benötigen oder hat ohnehin bereits seine eigenen Hilfsmittel, die er bevorzugt.

Fernauslöser (Funk, Kabel oder Infrarot)

Der leidenschaftliche Fotograf ist nicht immer nur hinter der Kamera zu finden. Häufig wird er zu seinem eigenen Assistenten, hält den Aufheller oder sorgt für Schatten. Für solche Fälle lohnt sich ein Fernauslöser, mit dem bequem aus einigen Metern Entfernung die Aufnahme per Fernbedienung erstellt wird. Aber auch bei Langzeitbelichtungen, bei denen die Kamera auf dem Stativ steht, ist ein Fernauslöser von Vorteil. Bei einer langen Belichtungszeit genügt das direkte Auslösen per Fingerdruck an der Kamera, um eine leichte Bewegung zu erzeugen, die zu einer Verwacklung im Bild führt. Die Fernauslösung verhindert das Verwackeln, da die Kamera nicht berührt wird.

Graukarte/Farbgraukarte

Mit einer Graukarte lässt sich ein situationsbedingter, manueller Weißabgleich an der Kamera vornehmen und so die Farbneutralität der Aufnahmen steuern.

Belichtungsmesser

Dieses handliche Gerät misst die Helligkeit (von Tageslicht oder Blitzlicht) direkt am Motiv. Anhand der gemessenen Werte, können dann die Einstellungen für eine optimale Belichtung an der Kamera vorgenommen werden.

Stativ(e) für Aufheller

Ist der Fotograf während der Aufnahmen auf sich alleingestellt, kann es von Vorteil sein, ein Stativ bereit zu haben, an dem sich ein Aufheller befestigen lässt.

Dulling Spray

Mit diesem Spray können ungewünschte Reflexionen und übermäßiger Glanz auf glatten, spiegelnden Oberflächen wie Metall, Glas oder Spiegeln getrübt und somit reduziert werden.

Ladegeräte

Wer sich nicht ausschließlich auf Ersatzakkus für Kamera oder Blitz verlassen möchte und die Möglichkeit zur direkten Stromversorgung hat, sollte die jeweiligen Ladegeräte einpacken.

Powerbank oder USB-Ladeadapter fürs Auto

Für die Ladegeräte empfiehlt sich bei einem fehlenden Stromanschluss entweder eine Powerbank oder ein USB-Ladeadapter, der am Zigarettenanzünder im Auto oder dem Transporter angesteckt werden kann.

Papier-/Stoffhintergründe

Auch draußen lohnt es sich unter Umständen, mit einfarbigen Papierhintergründen oder Stoffen, wie beispielsweise schwarzem Molton, zu arbeiten. So können zusätzlich Portraits, Freisteller- oder Werbeaufnahmen mit bestimmten Produkten vor einem sauberen Hintergrund aufgenommen werden. Gerade während Aufnahmen mit Tieren und Kindern kann mit mobilen Hintergründen draußen eine ungezwungenere Umgebung als im Studio geschaffen werden. Schwarzer Moltonstoff eignet sich übrigens auch hervorragend als „Lichtschlucker“, wenn also Reflexionen oder Spiegelungen vermieden, Schatten erzeugt oder Kontraste verstärkt werden sollen.

Hintergrundstative mit Querstange

Zur Aufhängung eines Hintergrunds, egal ob aus Papier auf Rolle oder aus Stoff, muss auch an die nötige Vorrichtung gedacht werden. Diese besteht zumeist aus zwei Stativen mit einer Querstange, ähnlich wie beim Aufhängen von Gardinen.

Stark haftendes Klebeband und Klammern/Stativklammern

Mit Klebeband oder Klammern lassen sich zum Beispiel Aufheller oder Hintergründe an Stativen oder Ästen von Bäumen befestigen. Ebenso können sie zum Kaschieren von zu großen Kleidungsstücken an Fotomodellen eingesetzt werden oder etwa, um Requisiten in Position zu halten. Auch gefährliche Stolperfallen durch verlegte Kabel können mit Klebeband entschärft werden.

Verschiedenes Werkzeug

Ob Schere, Cutter, Messer oder Schraubenzieher – während eines Fotoshootings treten häufig die verschiedensten Situationen ein, in denen man dankbar ist, das passende Werkzeug parat zu haben. Außerdem kann es passieren, dass ein Blitzgerät oder anderes Equipment repariert werden muss, weshalb es sich lohnt, das jeweilige Werkzeugzubehör sowie Ersatzteile im Gepäck zu haben.

Nähset und Sicherheitsnadeln

Auf Hochzeiten oder Fotoshootings mit Models können Sie mit einem Nähset als Fotograf zum Retter in der Not werden. Reißt etwa ein Kleidungsstück oder muss ein Produkt, eine Requisite, ein Kleid oder Anzug notdürftig geflickt werden, haben Sie Nadel, Faden oder zumindest Sicherheitsnadeln parat.

Spiegel, Puder, Haarbürste, Kamm, Haarspray, Haargummis und -klammern

Wenn Sie ohne Make-up-Artist arbeiten, sollten Sie als Fotograf dafür sorgen, dass die Menschen, die vor Ihre Kamera sollen, sich vor einem Spiegel frisch machen können. Vor allem Puder sollte immer zur Verfügung stehen, um glänzende Gesichtspartien oder Hautunreinheiten abzudecken.

Hocker

Ein Hocker kann sich bei langen Fototerminen gelegentlich als hilfreich erweisen. So etwa, um einen Aufheller zu stützen, es dem Model bequem zu machen oder auch, um den eigenen Rücken kurzzeitig zu entlasten.

Leiter

Mit einer Leiter können Sie als Fotograf während der Aufnahmen eine andere Perspektive einnehmen. Ein punktgenaues Ausrichten von Blitzleuchten oder das Aufhängen von Requisiten, Papier- oder Stoffhintergründen wird durch dieses Hilfsmittel ebenso vereinfacht.

Transportwagen

Bei einem Auftrag im Freien kommt einiges an Equipment zusammen. Wer auf das Tragen der einzelnen Ausrüstungsbestandteile verzichten möchte, kann auf einen oder mehrere Transportwagen zurückgreifen, mit denen Blitzleuchten, Stromaggregate oder Stative einfach transportiert werden können.

Requisiten

Individuell auf jedes Fotoshooting zugeschnitten, kommen meist auch bestimmte Requisiten zum Einsatz. Machen Sie sich hierzu am besten eine extra Liste, um auch nichts zu vergessen.

7. Wichtige Unterlagen und Hilfsmittel

Briefing oder Übersicht über zu erstellende Aufnahmen

Ob ausgedruckt oder digital auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop – damit auch nichts vergessen wird, sollten das Briefing vom Auftraggeber oder die eigenen Aufzeichnungen immer dabei sein.

Aufnahmegenehmigung

Falls erforderlich, muss der Fotograf die schriftliche Aufnahmegenehmigung jederzeit vorweisen können.

Verträge und Rechteabtretungen für Models, Assistenten und Make-up-Artists

Liegen diese Dokumente noch nicht unterzeichnet vor, ist spätestens vor Ort der perfekte Zeitpunkt von allen Beteiligten eine Unterschrift einzuholen.

Visitenkarten

Visitenkarten sind für jeden Fotografen essentiell, denn auf dem gestalteten Kärtchen stehen alle wichtigen Kontaktinformationen, die sich einfach in der Jacken-, Hosen- oder Brusttasche verstauen lassen. Die Vergabe einer Visitenkarte zeugt von Professionalität und kann über den nächsten Auftrag entscheiden, wenn sich der potentielle Kunde dank Ihrer Karte an Sie erinnert.

Wetter-App

Bei unbeständigen Bedingungen lohnt es sich das Wetter vor und während der Aufnahmen im Auge zu behalten. Mittlerweile sind Wetter-Apps sehr präzise und können dabei helfen, den Verlauf des Fotoshootings bestmöglich zu planen und im Falle eines nahenden Unwetters bereits rechtzeitig vorgewarnt zu sein.

Navigationssystem

Ob Navigationssystem im Auto oder eine Smartphone-App – mit ihnen sind Sie auf der sicheren Seite, damit die Anfahrt auch bei spontanen Umleitungen oder Baustellen reibungslos verläuft.

8. Notfall-Ausstattung

Zu einem Notfallset gehört an erster Stelle ein umfassendes Erste-Hilfe-Set, unter anderem mit Pflastern, Verbandsmaterial, Wunddesinfektionsspray, Verbandsschere, Pinzette und Wundkompressen.
Bei der Arbeit in der Natur empfehlen sich zudem je nach Jahreszeit Insektenspray und Zeckenzange. Auch Sonnencreme, Kopfbedeckung, Handschuhe, ein Ersatzpaar wasserfester Schuhe oder Regenausstattung sind wichtige Begleiter, um sich vor strengen Wetterbedingungen zu schützen.

Eine Taschenlampe, ein Scheinwerfer oder Leuchtstäbe helfen Ihnen nicht nur im Dunkeln Ihren Weg zu finden und sich on location zu orientieren, sie können bei einer Langzeitbelichtung außerdem als zusätzliche Beleuchtungsmittel dienen. Mit diesen Lichtquellen können bestimmte Bereiche im Motiv punktgenau ausgeleuchtet oder aufgehellt werden, was für einen interessanten Effekt sorgt.

Equipment-Checkliste für Fotoshootings on location

Checkliste zum kostenlosen Download:

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