Print lebt – die Druckmaschinen laufen auf Hochtouren, auch in Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung. Ob Banner für Außenwerbung, Messesysteme als Infostände oder zur Unternehmenspräsentation, Plakate mit Eventankündigungen oder Blöcke für kreative Ideen und Skizzen. Drucksachen wie diese oder auch Flyer, Kataloge und individuell bedruckte Briefe begegnen uns beinahe täglich, zum Beispiel im Briefkasten.

Crossmedial ist das Stichwort. Denn obwohl sich vieles in unserem Alltag auf Bildschirmen abspielt und diese Entwicklung in naher Zukunft auch nicht abebben dürfte, hat sich im Marketing ein ausgewogener Mix von Print und Online durchgesetzt. Viele Marketer setzen auf die einfache Erreichbarkeit ihrer Zielgruppe via Internet gepaart mit dem haptischen Erlebnis von Printprodukten. Diese können in Zeiten der Bild- und Informationsflut, die in der digitalen Welt regelmäßig über Nutzer hereinbricht, besonders ins Auge fallen.

Die Mischung macht’s also. Aber welche Druckprodukte fallen denn besonders auf? Welche lagen 2018 im Trend?

Individualisierung

Besondere-Karten-Veredelung-mit-Silberfolie

Ein Trend in unseren Werkshallen ist die Personalisierung und Individualisierung von Printprodukten. Das bezieht sich zum einen auf die Optik des Papiers oder Trägerstoffes: Diese lassen sich durch (partielle) Druckveredelungen wie beispielsweise UV-Lack oder Soft-Touch-Cellophanierung individualisieren. Auch die prägeartige Drucktechnik Letterpress ist sehr gefragt.

Digitaldruck

Andererseits ist damit auch der Trend hin zu kleinteiligeren Auflagen gemeint. Durch den Vormarsch des Inkjet-Digitaldrucks ist das möglich. In diesem Druckverfahren ist die Erstellung von Druckplatten für die Druckbelichtung hinfällig – die Druckdaten werden direkt vom Computer auf das Material aufgedruckt. So können generell kleine Auflagen direkt und kostengünstig produziert werden. Diese Methode eignet sich zudem, um ein und dasselbe Druckprodukt zielgruppengerecht zu personalisieren.

Beispiel: Angenommen ein bundesweit operierendes Unternehmen möchte Imagebroschüren für seine Filialen drucken lassen. Zum einen besteht die Möglichkeit, gleiche Broschüren für alle fertigen zu lassen. Zum anderen könnten sich die Teams der einzelnen Filialen in ihren jeweiligen Broschüren vorstellen. Durch kleinere Auflagen und den Digitaldruck können statt etwa 1.000 gleicher Broschüren, einfach zehnmal 100 auf unterschiedliche Regionen abgestimmte Broschüren gedruckt werden.

Die Inkjet-Technologie hat sich durch neue Maschinen von beispielsweise HP und Landa noch einmal stark verbessert, wie diedruckerei.de-Produktmanager Heiko Wiederer berichtet: „Damit ist das Qualitätsproblem, das Inkjet lange hatte, fast vollständig weg und sehr nahe am gewohnten Offset-Niveau.“ Dank dieser verbesserten Technologie dürfte in der nahen Zukunft schon ein weiterer Teil vom Offset- zum Digitaldruck wandern.

Automatisierung in der Druckindustrie

Ein weiterer Trend ist die Druckindustrie 4.0, wie auch im Marktreport von print.de nachzulesen ist. Damit ist unter anderem die Automatisierung der Printproduktion gemeint – vom Dateneingang über die Produktion und Weiterverarbeitung bis zum Versand.

Tipp: Wie der Druckprozess in einer Online-Druckerei im Einzelnen aussieht, zeigt unsere Infografik.

Bei der Druckindustrie 4.0 geht es aber auch um die bessere Verzahnung und die Optimierung, beispielsweise beim Bestellprozess oder der Datenübergabe. 2018 hat diedruckerei.de mit dem Corporate Designer ein Druck-Tool, speziell auf die Bedürfnisse von Firmen abgestimmt, entwickelt. Damit lassen sich Druckvorlagen mit Ihrem Corporate Design hinterlegen, bei denen die Mitarbeiter ihre Texte und Bilder im Editor einfügen und die gewünschte Auflage bestellen können – ein effizienter Druck-Workflow für obiges Beispiel.

Point of Sale

Ein starkes Wachstum verzeichnet Mathias Weies, Leitung Großformatdruck/Werbemittel bei diedruckerei.de, bei Werbeschildern, Roll-ups und im Soft-Signage-Bereich, also dem werblichen Textildruck. Dahinter stecken zum Beispiel Produkte wie Falttheken oder Fahnensysteme. Daraus lässt sich für das Jahr 2018 ein Drucktrend zum Point of Sale festmachen, dem Verkaufs- oder auch Präsentationsort eines Unternehmens oder Dienstleisters.

Naturpapiere

Laut Printexperte Marko Hanecke, der regelmäßig für das diedruckerei.de-Magazin schreibt, stehen 2018 neben den bereits erwähnten Druckveredelungen und Letterpress auch Naturpapiere hoch im Kurs. Auch auf der Creative Paper Conference, die im Oktober in München stattfand, lag dieser Trend in der Luft. Die Messe stand ganz im Zeichen von Papierveredelung, Letterpress und wachsendem Umweltbewusstsein. Während Papier Union stellvertretend für Favini Papiere mit einem 25-prozentigem Anteil an Lederresten präsentierte, stellte Gmund ihre nachhaltige Linie „Bio Cycle“ mit Papieren aus Naturstoffen wie Gras, Hanf, Stroh oder Baumwolle vor.

Ausblick

Auch 2019 werden Druckprodukte unser Leben bereichern – ob zur reinen Information oder als optisches und haptisches Highlight bleibt dabei den Gestaltern und Marketern überlassen.

 

 

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